👉 Öl- und Energiepolitik, OPEC, EU ETS:
- Kernpunkte: Trump will offenbar venezolanisches Öl sanktioniert kaufen; OPEC-Produktion bleibt trotz Venezuela-Rückgang stabil; EU-Emissionshandel soll 2025 zusätzliche Nachfrage nach fossilen Energieträgern generieren.
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Einordnung:
- Politische Spannungen und Sanktionen könnten kurzfristig Angebots- und Preisunsicherheit schaffen, besonders im schmalen Öllager.
- Wenn Venezuela weniger Öl liefert und OPEC die Produktion hält, könnte Brent-/WTI-Preis volatil bleiben oder leicht steigen, je nachdem, wie robust andere Lieferpfade sind.
- Die Behauptung, dass der EU ETS 2025 zusätzliche Nachfrage nach fossilen Energieträgern schafft, wirkt kontraintuitiv: ETS erhöht in der Regel die Kosten für CO2-intensive Nutzung und könnte Nachfrage nach fossilen Brennstoffen nur indirekt beeinflussen (z. B. durch Wettbewerbsverzerrungen oder Anpassung von Emissionszielen). Wichtig zu beobachten wäre, ob es solche Mechanismen wirklich in der Praxis gibt (z. B. Preisanreize, Überschuss an Zertifikaten, Branchenunterschiede).
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Was Investoren beachten sollten:
- Kurzfristig volatilere Ölpreise, besonders wenn US-Sanktionen gegen venezolanische Lieferungen in Reaktion treten.
- Beobachtung der OPEC±Produktion, Lagerbestände, Importströme (z. B. Late-Calls aus Amerika oder Asien).
- EU ETS-Entwicklungen: Zertifikate-Preise, Refinanzierungs- oder Nachfrageeffekte durch Industrieanpassungen.
👉 Edelmetalle, US-Arbeitsmarkt, Hongkong-Goldexporte:
- Kernpunkte: Gold und Silber weiter volatil; US-Arbeitsmarktdaten im Fokus; China importierte im November wenig Gold aus Hongkong.
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Einordnung:
- Edelmetalle bleiben als Risikopol und Inflationsschutz gefragt, aber die Volatilität nimmt tendenziell zu, solange Arbeitsmarktdaten, Zinsspekulationen und Dollar-Entwicklungen schwanken.
- Starke Arbeitsmarktdaten könnten US-Zinsphantasien stützen (höher oder länger steigende Zinsen), was Gold typischerweise belastet; schwache Daten könnten Gold unterstützen.
- China-Goldimporte über Hongkong im November schwanken mit saisonalen Mustern und Zins-/Währungsdivergenzen. Sinkende Importe könnten global gemischte Signale senden (China als Nachfrager schwächt sich ab, oder der Importweg hat justiert).
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Was Investoren beachten sollten:
- Short- bis mittelfristig: Blick auf USD-Entwicklung, Renditekurven, Inflationsdaten und Zentralbankkommunikation.
- Nachfrage aus Asien (China) als wichtiger Impuls für Goldmärkte beobachten.
- Der Sektor könnte von geopolitischen Spannungen oder Marktdaten-Drillings (z. B. US-Arbeitsmarktbericht, Inflation) stärker beeinflusst werden.
👉 Nickel, LME-Handelsvolumen:
- Kernpunkte: Nickelpreis fällt aufgrund Unsicherheit um Produktionseinschränkungen; LME verzeichnet 2025 rekordhohe Handelsvolumina.
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Einordnung:
- Nickel ist stark von Lieferketten, China-Indexierung (Stahl-/Lithium-Ionen-Batteriebedarf) und Produktionskapazitäten abhängig. Unsicherheit über Produktionseinschränkungen kann Preisvolatilität verstärken, auch wenn derzeit der Preis nachgibt.
- Rekordhohe Handelsvolumina an der LME deuten auf erhöhte Marktaktivität, möglicherdings auch auf erhöhte Kapitalisierung/Arbitrage oder Thema Lieferkettenstabilisierung.
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Was Investoren beachten sollten:
- Basisrisiken: Lagerbestände, Refinanzierung, Kurs-/Fundingrisiken am Terminmarkt.
- Nachfragezyklus aus Batterien (EV-Sektor) vs. Angebot aus Minen; politische/regulatorische Faktoren rund um Lithium/Nickel-Metalle beachten.
- Kurzfristig volatil, mittelfristig von Pros- zu Konsumindustrien abhängig (Auto- und Elektroniknachfrage).
👉 Weizen, Trockenheit, USDA-Daten:
- Kernpunkte: Trockenheit in US-Anbaugebieten stützt Weizenpreise; USDA veröffentlicht Daten zu Winterweizenfläche und Getreidevorräten.
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Einordnung:
- Trockenheitsrisiken belasten Ernteerträge und könnten zu knappen Märkten führen, besonders in US-Regionen, die als Preismagneten gelten.
- USDA-Daten zur Anbaufläche und Vorräten geben Aufschluss über Angebotsseite: steigende Flächen oder größere Vorräte könnten preisdämpfend wirken; niedrige Vorräte könnten Preissprünge auslösen.
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Was Investoren beachten sollten:
- Wettermodelle und Erntefortschritt in US-Weizenproduktionsgebieten beobachten.
- Lagerbestandsdaten (USDA) im Blick behalten, da sie oft den Preispush auslösen, insbesondere wenn Vorräte knapp erscheinen.
- Globale Ergänzungen: Russland/Ukraine, Kanada und andere Anbauregionen können Preisdruck beeinflussen.
Unser Fazit:
- Risiken bleiben gemischt: geopolitische Spannungen, Sanktionssignale, Rohstoffangebot in Fokus, aber auch starke Datenveröffentlichungen (US-Arbeitsmarkt, USDA) können Märkte stark beeinflussen.
- Kurzfristig gilt: erhöhte Volatilität in Öl, Edelmetallen und Basismetallen; Weizenmärkte reagieren sensibel auf Wetter- und Vorratssignale.
- Strategische Überlegungen: Diversifikation über Rohstoffe, Beobachtung von Zentralbank-/Zinssignalen, sowie Timing von Positionen in Sektoren, die stark von Angebot/Nachfrage abhängen.
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